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Kurzbericht 05.02.2013 mit Bildergalerie
Vorstellung der neuen Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt mit ihren Funktionen und Servicebereichen, Wissenschaftliches Arbeiten mit Fachbücher und Fachzeitschriften

Direktlink: https://www.kinderuni-darmstadt.de/8433


Kurzbericht 05.02.2013 mit Bildergalerie
Bildquelle: © ULB Darmstadt

Veranstaltungsort: TUD Darmstadt, Universitäts- und Landesbibliothek, Magdalenenstraße 8, 64289 Darmstadt sowie Otto-Berndt-Halle,

Wissenschaftliche Leitung: Frau Sippel, Frau Ockenfeld


Der erste Forscherclub-Termin startete erfolgreich mit einer interessanten Begehung und Erforschung der neuen Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Allein die schiere Größe des neuen Bauwerkes und die offene Bauweise begeisterte. Keiner ahnte, dass sich die Bibliothek auch unterirdisch über drei Etagen erstreckt.

Nach der Ausgabe der KID-Kursbücher an die TeilnehmerInnen gab Frau Sippel von der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt eine umfassende Einführung in die Funktionen und Servicebereiche der Bibliothek und in die Recherche über den Online-Katalog auf der Homepage der ULB. Was früher eine aufwendige Recherche in Katalogen und Karteikästchen bedeutete, wird heute ganz komfortabel - auch von zu Hause - über das Internet gesteuert. Selbst die Inhaltsverzeichnisse der Bücher lassen sich so einsehen und erleichtern die Entscheidung über die Literaturausleihe. Die Kinder erfuhren viel Wissenswertes zu Bestellvorgängen, Selbstverbucher-Büchern, Benutzerkonten, Rückgaben, Mahngebühren und Erinnerungen sowie zur Auslandsfernleihe, zur Vorbestellung von ausleihbaren und den Zugang zu nicht ausleihbaren Büchern. Damit die Studenten sich in diesem komplexen System zurecht finden, werden sie über Faltblätter angeleitet und können sogar ein elektronisches Leitsystem nutzen. Standardwerke, die früher in einem Lesesaal standen, werden mit einem roten Etikett als nicht ausleihbar ausgewiesen. In den Obergeschossen steht die Fachliteratur zu den verschiedenen Fachgebieten im Freihandbereich zur Verfügung. Die meisten Bücher sind aber ausleihbar und können über den Selbstverbucher oder an der Ausleihtheke entliehen werden. Weitere Bücher sind in geschlossenen Magazinen untergebracht und können über die Kataloge bestellt und zeitverzögert an der Ausleihe abholt werden. Diese Bücher müssen vor der Ausleihe nach wie vor bestellt, gesucht und geholt werden.

Zum Thema Ausleihe fragten sich die Kinder „Wie viele Exemplare gibt es von jedem Buch?"  Frau Sippel: Im Regelfall seien es ein oder zwei Bücher pro Titel, Lehrbücher und Arbeitsbücher in der Lehrbuchsammlung aber seien z.T. bis zu hundert mal vorhanden, um die Studenten zu versorgen. Diese seien auch bis zu einem halben Jahr auszuleihen. Auf die Frage „Wieviele Bücher stehen in der Bibliothek?" bekamen die Kinder die folgende Information: „Insgesamt weit über eine Millionen Bücher, dazu auch viele e-books und ungefähr 3000 elektronische Zeitschriften." „Wie lange dauert es, bis alle Bücher umgezogen und eingeräumt sind?" Frau Sippel hierzu: „Der Umzug läuft seit letztem Oktober und wird bis voraussichtlich März andauern, wobei täglich Bücher angeliefert werden."

Nach den kompetenten Erklärungen von Frau Sippel ging es an die kindgerecht vorbereitete Literaturrecherche im Online-Katalog. Standorte bzw. Signaturen zu vorgegebenen Schlagwörtern wurden recherchiert - Erscheinungsdaten, Titel und Verfasser notiert und auch in elektronischen Ausgaben von Zeitschriften Aufsätze gesucht und gefunden. Hierzu bedurfte es einiger Hilfen bis es an das Aufstöbern der Bücher in den Magazinen ging und die Kinder in den Beständen Stichworte und Seiten nachschlagen konnten. Möglichst leise ging es dabei zu, damit anwesende Studenten an den offenen Arbeitstischen nicht zu sehr gestört wurden. Lesesäle als solche gibt es nicht mehr, dafür finden aber bis zu 700 arbeitende Studenten ihren Platz.

Der richtig tolle Besuchstermin endete in der naheliegenden Otto-Berndt-Halle mit der Erarbeitung des Themas „Wissenschaftliches Arbeiten mit Fachbüchern und Fachzeitschriften". Grundlegende Unterschiede zwischen Fach- und Sachbüchern wurden angesprochen, die Begriffe „Thema" und „These" erläutert und zur Entstehung von wissenschaftlichen Zeitschriften berichtet. Da die Bearbeitung der Zuordnungsaufgaben zum Thema zeitlich zu knapp bemessen war, wurde den Kindern die Aufgabe gestellt, den Forscherclub-Termin hierüber zu Hause zu reflektieren. Hier geht es zur Arbeitsunterlage Fachzeitschriften Fachbücher. Vielen Dank an die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt und an alle Beteiligte.